Bewohnerurlaub 2017

Bereits zum 2. Mal haben wir unseren Bewohnerurlaub - das besondere Angebot des Sozialwerks Bethesda - im Thomashof, zwischen Karlsruhe-Stupferich und -Durlach gelegen, durchgeführt. Wie schon öfter waren Bewohner aus den Häusern in Ispringen und Bauschlott vertreten, insgesamt 12 an der Zahl. Gemeinsam konnten wir das Jubiläum von    15 Bewohnerurlauben feiern. Sechs Bewohner waren zum ersten Mal dabei. Wieder fuhr eine Mitarbeiterin mit, die erstmals beim Bewohnerurlaub dabei war und sich sofort in bester Weise einbrachte. Leider erlebten wir auch erstmals, dass eine Bewohnerin so unglücklich stürzte, dass sie die ganze Woche zur Behandlung in einer Klinik bleiben musste. Da wir bereits im letzten Jahr dort waren, konnten wir uns auf ein bekanntes Haus mit allen Vorzügen freuen. Wir hatten wieder einen geräumigen Gruppenraum, der hell und sehr funktionsgerecht ist. Das Fahrstuhlfahren ist uns ja reichlich vertraut, auch bei den Urlauben, und die Toiletten sind grade nebenan.
Obwohl wir dort sehr nett aufgenommen wurden, Bekannte trafen und gutes Essen genießen konnten, reifte während des Aufenthalts die Überlegung, dass wir jährlich die Häuser wechseln, da wir ja einige in der Vergangenheit schon kennenlernen konnten. Besonders die erstmals teilnehmenden Bewohner waren voll des Lobes und der Freude über die sehr schöne und wohltuende Zeit, die wir zusammen erleben konnten. Jeder hatte seinen Beitrag dazu gebracht, dass es ein reibungsloses Miteinander wurde. Es war bereichernd, dass wir nicht die einzige Gruppe waren, so trafen wir mit Gruppen zusammen, die uns freundlich begegnet sind. Die Küche hat uns sehr gut versorgt und verwöhnt. Der Tagesablauf wurde in bewährter Weise gestaltet. Nach dem Frühstück fand eine Andacht in unserem Raum statt. Herr Lang sprach tageweise über die Psalmen 103, 118, 139, 12- 14. Dabei wurden tiefe geistliche Wahrheiten auch aus dem persönlichen Leben geteilt. Wir sangen einige Lieder, die uns sehr gut getan haben. Dabei war genügend Zeit für Gespräche miteinander, in denen sich die Teilnehmer gegenseitig an ihren reichen Lebenserfahrungen Anteil gaben. Das Wetter war in dieser Woche unterschiedlich, so dass wir uns in den Planungen darauf einstellen mussten. Am Montag nach der Ankunft und dem Mittagessen verbrachten wir den Nachmittag im Aufenthaltsraum und stimmten uns auf diese Woche ein. Einige Personen kannten sich bisher nicht, so war ein Kennen lernen angesagt. Der obligatorische Spaziergang in die Umgebung des Hauses konnte erst am Dienstagnachmittag erfolgen. Dank dem warmen Sonnenschein konnten wir dieses Jahr eine größere Runde unternehmen. Dabei bekamen einige Personen gut gebräunte Haut.
Abends nach den reichlichen Abendessen saßen wir in unserem Raum zusammen, redeten über Gott und die Welt, berichteten aus unserem Leben und sangen Volkslieder (Mai-, Wander-, Heimat-, Liebes- und Abendlieder). ln diesem Jahr konnten wir endlich den Karlsruher Marktplatz mit der weltbekannten Pyramide besuchen, natürlich in einem Cafe direkt in der Kaiserstraße bei strahlendem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen. Auf dem Rückweg zu den Fahrzeugen besuchten wir den Platz vor dem Karlsruher Schloss. Donnerstags waren der Sonne viele Wolken im Wege, das hielt uns nicht davon ab, dem Karlsruher Stadtgarten mit Zoo einen Besuch abzustatten. Nachdem wir bei den Bauernhoftieren vorbei waren, sahen wir uns die Flusspferde und vier Seniorenelefanten ausgiebig an. Danach rief uns ein Cafe zum Besuch, und obwohl der Mittagsschlaf an diesem Tag ausfiel, mussten wir um 17:00 Uhr zum Rückweg zu den Autos aufbrechen. Glücklicherweise regnete es an diesem Nachmittag nicht. Wir hatten auch um trockenes Wetter gebetet. Wir haben aus allem einfach das Beste gemacht und so war die Freude über das gemeinsame Erleben und den Tapetenwechsel allen deutlich anzuspüren. Im Bewusstsein, dass alles, auch das Schönste einmal ein Ende findet, kehrten wir über die Autobahn wieder wohlbehalten zurück.
Nun freuen wir uns schon auf unser Urlaubsnachtreffen, das wir im Juli durchführen,
um uns an den vielen mitgebrachten Bildern und an der gemeinsamen Zeit zu
erfreuen.

Text: Andreas Lang